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Band 6Sebastian Fröhlich: Die Verkörperung des subversiven Künstlers im Text: Herbert Achternbuschs subjektkonstituierendes Schreiben im Frühwerk.

Veröffentlicht 09.04.2026

Beschreibung der Ausgabe

Am Anfang war das Schreiben. Diese Annahme mag auf die meisten Schriftstellerkarrieren zutreffen, für Herbert Achternbuschs Gesamtkunstwerk gilt sie jedoch umso mehr: Denn Achternbusch gelangt in den 1960er-Jahren nicht nur als Schriftsteller erstmals zu breiterer öffentlicher Aufmerksamkeit, darüber hinaus gründet sich seine Poetik gerade auf der Vorstellung, gegen nicht weniger als die subjektivitätszersetzende Gesellschaft und den Tod des Individuums anzuschreiben. Dieses Drauflosschreiben dekonstruiert literarische wie diskursive Regeln und zielt auf die Verschmelzung von Körper und Wort in der Schreibbewegung ab – nicht zuletzt, um den Schreibenden als Subjekt der Gegenkultur im Text auferstehen zu lassen. Sebastian Fröhlich erarbeitet anhand von Achternbuschs ersten Veröffentlichungen, Archivdokumenten und Diskursen wie der Kritischen Theorie, Psychoanalyse oder Neoavantgarde ein analytisches Fundament, von dem aus sich die Genese von Achternbuschs medienüberschreitendem Gesamtkunstwerk als Zusammenhang beschreiben und neu entdecken lässt.